
Suppenschwätzchen in Westerburg – Begegnungen, die etwas in Bewegung bringen
Am 21. September war Plausch & Tausch beim Suppenschwätzchen auf dem Marktplatz in Westerburg dabei.
Über die gesamte Veranstaltungszeit war der Platz gut besucht. Menschen gingen von Angebot zu Angebot, informierten sich, blieben stehen und kamen miteinander ins Gespräch. Dabei zeigte sich schnell: Nicht alles, was entsteht, lässt sich vorher planen – und gerade darin lag ein besonderer Wert dieses Tages.
An unserem Platz stand auf der Bank eine Tafel mit der Frage:
„Welche Masken trägst du? Was käme zum Vorschein, wenn du sie nicht mehr bräuchtest?“
Die Resonanz darauf hat uns überrascht. Viele Menschen blieben stehen, kamen über die Frage mit uns ins Gespräch oder fotografierten die Tafel, um den Gedanken mitzunehmen.
Aus einer einfachen Frage entstanden Gespräche über Rollen, Erwartungen, Zugehörigkeit und darüber, wer wir eigentlich sind, wenn all diese Zuschreibungen einmal in den Hintergrund treten.
Auch für die weitere Vereinsarbeit brachte der Tag viele neue Impulse. Wir konnten neue Kontakte knüpfen und mit Interessierten über unsere Bankgespräche, Workshops und weitere Angebote sprechen. Einige Menschen können sich vorstellen, künftig selbst bei Plausch & Tausch mitzuwirken. Für unsere geplante Herbstwerkstatt haben sich Interessierte gefunden.
Besonders gefreut hat uns die wiederholte Rückmeldung, dass sich Menschen solche Möglichkeiten zur Begegnung häufiger wünschen. Eine Besucherin aus Hachenburg äußerte sogar den Wunsch, Plausch & Tausch möge mit einem solchen Angebot auch einmal dort zu Gast sein.
Auch hinsichtlich möglicher Räume und Kooperationen ergaben sich neue Kontakte und Ideen, die wir nun weiterverfolgen werden.
Der Tag hat uns in etwas bestärkt, das den Kern von Plausch & Tausch ausmacht:
Begegnung braucht nicht immer ein großes Programm.
Manchmal braucht sie eine Bank, einen freien Platz, eine Frage – und Menschen, die bereit sind, einander zuzuhören.
Wir bedanken uns bei allen, die stehen geblieben sind, sich zu uns gesetzt, gefragt, erzählt und ihre Gedanken mit uns geteilt haben.